|   Rezension

The The

Odyssey

(Ear Music)

Ein Soundtrack und nicht der erste von The The beziehungsweise Matt Johnson, dem Mastermind hinter der britischen Projektformation. Über die Jahre ist einiges zusammengekommen, häufig in Kooperation mit seinem Bruder, Filmregisseur Gerard Johnson.

"Tony", "Hyena" sowie "Muscle" sind Horrorstories und Thrillerstoffe über Londoner Serienmörder, Drogensyndikate oder gemeingefährliche Bodybuildingtrainer, mit denen Gerard Johnson sowohl bei Publikum als auch Filmkritik punkten konnte.

"Odyssey", seit Spätherbst 2025 auf britischen Kinoleinwänden, erzählt von einer nicht eben zimperlichen Immobilienmaklerin, verkörpert durch Polly Maberly, die ihre Angestellten mies behandelt, Schrottimmobilien als "cosy" verhökert, Objekte ab vom Schuss ahnungslosen Käufern als "rural" andreht. Die Gute schnupft Kokain, ist verschuldet bis zur Halskrause und lässt sich in ihrer Geldnot zur Beteiligung an der Entführung eines Mitbewerbers überreden.Eine Filmhandlung, beschrieben von Gerard Johnson als "true to the warped world we find ourselves existing in" und wiederum klanglich in Szene gesetzt von Bruder Matt.

Veröffentlicht wird der Soundtrack als CD im vierundachtzigseitigen, sogenannten Hardcover-Mediabook. Das Vorwort verfasst von Jason Wood, Executive Director am British Film Institute. Dazu ein Interview zwischen Gerard Johnson und Koautor Austin Collins sowie Filmstills und Behind-The-Scenes-Fotos. "Unrequited" und "Live & Let Live", zwei Stücke aus dem Soundtrack, erscheinen als Doppel-A-Seite im 7"-Vinylformat. Parallel über Vimeo online gestellt das Matt-Johnson-Filmporträt "The Inertia Variations" der Schwedin Johanna St Michaels.
Bernd Gürtler/TM


The The
"Odyssey"
(Ear Music; 5.12.25)


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