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Beherzte Chronistin: Lucinda Williams mit "World's Gone Wrong" zum Stand der Dinge

Wie es um die Vereinigten Staaten von Amerika steht, weiß jeder, der sich nach wie vor die tagtägliche Dosis Nachrichtenberichterstattung gönnt. Mit "World's Gone Wrong" schlüpft Lucinda Williams in die Rolle der beherzten Chronistin.

Entstanden sind die Songs des sechzehnten Studioalbums im Frühjahr 2025, befeuert durch gewisse Dringlichkeiten angesichts des Ausgangs der Präsidentschaftswahlen im Herbst davor, verrät das Presseinfo des Schallplattenlabels. Der vorab ausgekoppelte Titelsong thematisiert die Notlage der arbeitenden Bevölkerung und versteht sich als Ermutigung, zuversichtlich zu bleiben; "Come on baby, we gotta stay strong", heißt es im Refrain zum urigen Rootsrock.

Fast als ob zu belegen sei, dass Lucinda Williams nicht die Einzige ist, die den aktuell eingeschlagenen, gesellschaftspolitischen Kurs hochgradig besorgniserregend findet, verzeichnet "World's Gone Wrong" außergewöhnlich viele Gastauftritte. Die schwarze Countrysängerin Brittney Spencer stellt sich im Titelsong als Zweitstimme zur Verfügung, Mavis Staples singt in der Coverversion von Bob Marleys "So Much Trouble In The World" mit Lucinda Williams im Duett, Norah Jones spielt bei "We've Come Too Far To Turn Around" Piano und singt Background. "'World's Gone Wrong' serves as a wake-up call and a battle cry, finding beauty, grit, and grace in a world on edge. The album reaffirms Williams' place as one of the most vital and uncompromising voices in American music", vermerkt die Website der Künstlerin.
Bernd Gürtler/TM


Lucinda Williams
"World's Gone Wrong"
(Highway 20/Thirty Tigers; 23.1.26)


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Foto: Mark Seliger

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