Der Bandname The Doors war angelehnt an zweierlei Quellen. Die eine ein Zitat aus William Blakes Ideenschrift "The Marriage Of Heaven And Hell", das da lautet "In the universe, there are things that are known, and things that are unknown, and in between, there are doors". Die andere Referenz Aldous Huxleys Rauschmittelstudie "The Doors Of Perseption". Ganz als hätte die Band selbst unter dem Einfluss von Meskalin oder LSD gestanden und gleichzeitig Zugang gefunden zu Welten, die sich der gewöhnlichen Wahrnehmung entziehen, wirkt ihr Sound. Lastende Orgelakkorde verweben sich mit ausgedehnten Instrumentalimprovisationen, während die Songtexte vom "Moonlight Drive", vom "Break On Through (To the Other Side)", von mysteriösen "Rides On The Storm" erzählen oder Endzeitszenarien wie "The Ende" entwerfen.
Die Wucht der Düsternis, eingebettet in den kulturellen Kontext der sechziger Jahre vor dem Hintergrund jugendlichen Aufbegehrens gegen das Establishment, nirgendwo sonst findet sich das filmisch dermaßen überzeugend umgesetzt wie in Tom DiCillos "When You're Strange", dank der kompetenten Materialauswahl, dank der adäquaten Schnitttechnik und Montage. Das Kinoerlebnis eine Erfahrung wie die Musik selbst und der Grammy Award For Best Long Form Video vollkommen verdient.
Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore sind gleichermaßen zufrieden gewesen, nachdem ihnen Oliver Stones Biopic "The Doors" mit Val Kilmer in der Rolle des 1971 in Paris verstorbenen Jim Morrison wenig Freude bereitet hatte. Aber Biopics sind sowieso ein Fall für sich.
Bernd Gürtler/TM
"The Doors: When You're Strange"
Ab 4. Dezember 2025 im Kino
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