Sophia Kennedy selbst lässt im Presseinfo des Schallplattenlabels ausrichten, in deutscher Sprache zu singen, sei für sie "schon immer ein aufregendes, wenngleich auch widerspenstiges Unterfangen. Auf Deutsch fühlt sich alles sehr schnell sehr peinlich an. Aber das ist auch das Gute, weil es dadurch erst recht aufregend ist. Bislang habe ich das Deutschsprachige eher als Ausflug betrachtet und es vorerst in Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern ausgelebt. Irgendwie dachte ich auch, ich müsse das Amerikanische und das Deutsche entzerren. Das sehe ich jetzt anders. Alles gehört zusammen, alles ist eins. Deshalb habe ich mich entschieden, diese deutschsprachige Single jetzt offiziell zu veröffentlichen."
Nicht bloß entfernt erinnert "Schenke mir ein" an Hildegard Knef, was völlig im Trend liegt, die westdeutsche Schlagerikone erfreut sich gerade wieder wachsender Popularität. "Musik ist kein Krieg" dient der Abrechnung mit dem Musikgeschäft, wie es seit geraumer Zeit funktioniert. Der Song ein Plädoyer für eine Besinnung auf die Musik als menschliche Erfahrung, für mehr künstlerische Hingabe, für das Sichverschenken und Aufbrauchen, weg vom Wettstreit um Klicks, Streamingzahlen und elendige Selbstvermarktung.
Bernd Gürtler/TM
Sophia Kennedy: "Schenke mir ein" (CitySlang; 12.2.26)
Sophia Kennedy: "Musik ist kein Krieg" (CitySlang; 12.2.26)
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