Die Liebe also, das starke Gefühl innigester Zuneigung und Wertschätzung. Die beiden bekanntesten Songs der Dexys Midnight Runners, "Geno" und "Come On Eileen", verhandeln das Thema. Der eine Kevin Rowlands Referenz an sein Sängeridol, den Soulveteran Geno Washington, der andere gewidmet einer Romanze aus Teenagertagen. Ähnlich facettenreich ist "Love" angedacht. Die Songs seien "Stories of family and friends, tales from past and present. All drawn from Kevin Rowland's life, each an individual jewel, threaded together with love", heißt es auf der Website des Schallplattenlabels.
"My Life In England Pt.1", die erste Vorabauskopplung, erzählt vom Sehnsuchtsort der Briten nach dem Zweiten Weltkrieg, bevor die Beatles auf den Plan traten. Elvis Presley, Sonny Liston, Cassius Clay, die Kleidung, alles sei Amerika gewesen, verrät Kevin Rowland im Presseinfo zum Song. Die zweite Strophe erinnert daran, wie er, selbst irischer Herkunft, in einem Social Club miterlebt, dass die versammelte Besucherschaft "Kevin Barry" singt, eine offiziell verbotene Folkballade über den Medizinstudenten und IRA-Kämpfer selbigen Namens, der 1920 von der britischen Regierung hingerichtet wurde.
Bernd Gürtler/TM
Dexys Midnight Runners
"Love"
(Heavenly/PIAS; 9.9.26)
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