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Munterer Figurenreigen: Richard Thompson erzählt von "Hippies, Thugs And Heroes"

Den meisten seiner Folkkollegen hat Richard Thompson voraus, dass er nicht nur brillante Songs schreibt, sondern ebenso überragend Gitarre spielt. Sein zwanzigstes Studioalbum scheint auf einen munteren Figurenreigen hinauszulaufen, "Cocaine Walking, Booze Talking" heißt die erste Vorabauskopplung. 

Bei "Hippies, Thugs And Heroes" habe sich Richard Thompson ganz seiner Intuition hingegeben und aus seinem Unterbewusstsein "a cast of old friends, false gurus, former selves, and invented characters who insisted on having their stories told" hervorgezaubert, wie sich das Schallplattenlabel auf seiner Website ausdrückt. "Cocaine Walking, Booze Talking", heißt es weiter, versammle "a hardscrabble cast of London strivers and connivers" und bezaubere durch "some of his most inventive guitar work yet, a raw-nerve build into a splintered, psychedelic solo". 

Eingespielt wurde "Cocaine Walking, Booze Talking" samt dem Rest von "Hippies, Thugs And Heroes" im Hobosound Studio von Weehawken, NJ mehr oder weniger live mit seiner erprobten Begleitformation aus Taras Prodaniuk, Michael Jerome, David Mansfield an Bass, Schlagzeug und Gitarre/Fiddle sowie Ehefrau Zara Phillips als Backgroundsängerin. Sechzig Jahre nach seiner Mitgründerschaft im Fall der britischen Folkformation Fairport Convention und ungeachtet karrieretechnischer wie privater Talsohlen, wird Richard Thompson mit den Jahren eins ums andere Mal besser und besser. 
Bernd Gürtler/TM 


Richard Thompson
"Hippies, Thugs And Heroes" 
(New West; 16.10.26) 


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Foto: David Kapte