|   Rezension

Natalie Prass

The Future And The Past

(PIAS)

Extravagant funky klingen wie Prince zu besten Zeiten? Oder geschmeidig wie der elegante Motown-Soul? Oder bodenständig bläsergetrieben wie die Stax-Artisten aus Memphis? Kein Problem, das kann man inzwischen lernen, eine Bildungseinrichtung, die fit genug ist, vorausgesetzt.

Natalie Prass gab der Middle Tennessee State University unweit von Nashville den Vorzug, und sie ist strebsam gewesen, gar kein Zweifel. Als Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten wird, sind ihr raffiniert gestrickte Popsongs ohne relevante Textaussage aber doch zu wenig. Das ursprünglich für "The Future And The Past" bestimmte Material wurde komplett verworfen und in Kooperation mit Matthew E. White neues geschrieben, jetzt versehen mit gesellschaftskritischen Anmerkungen. "Sister" beispielsweise beklagt, dass Hillary Clinton schon deshalb chancenlos blieb, weil sie eine Frau ist.
BG/TM